Das erste Vorbereitungsturnier des Jahres steht an – Der Wedding Cup. Wie auch in den letzten Jahren sind wir zahlreichen Teams dabei. In diesem Jahr hat der TSV neben 4 Frauenmannschaften  auch erstmals eine U12 und eine U10 gemeldet.

Die „Minis“ starten auch schon ein wenig früher in das Turnier und reisen bereits am Freitag in die Hauptstadt. In diesem Jahr findet der 25. Wedding Cup statt und das mit ca. 235 Mannschaften.

Bilder aus 2012

Quelle Facebook – Wedding Cup

25 Jahre Wedding-Cup – eine Erfolgsgeschichte
Wie ist der Wedding-Cup entstanden?
Als Zwanzigjähriger und Faustballverrückter überlegte ich, wie man in unsere
geteilte Stadt Berlin ein Faustball-Großereignis bringen kann. Ein Event, das auch
jedes Jahr stattfinden sollte, so nach dem Vorbild der Turnerschaft Hannover, die
damals auf über 12 Feldern und mit 100 Teams, immer am ersten Juli-
Wochenende, spielte. Da fieberte man schon Wochen vorher, um dabei sein zu
können, und gerade aus Berlin fuhren wir in Scharen zu diesem Turnier.
Als ich mich dann im Herbst 1985 mit den ersten Sportsfreunden zu meinen
Plänen austauschte, bekam ich durchweg positives Feedback. Nur über den
Termin konnte man sich nicht einigen. Auch war es zunächst nicht möglich,
unsere komplette Faustballabteilung von einem neuen Turnier zu überzeugen.
Aber unsere junge Frauenmannschaft und meine eigene Truppe waren begeistert.
Im Schnitt nicht älter als 20 Jahre, legten wir also los.
Wie war es damals?
Der Wedding-Cup fand erstmalig am 6. April 1986 statt. Gespielt wurde mit 25
Mannschaften auf 4 Feldern am Nordufer neben dem Strandbad Plötzensee. Bei
sommerlichen Temperaturen wurde in der Frauen- und Männer-Bezirks- sowie in
der Männer-Bundesliga gespielt, da die BT zu dieser Zeit mit zwei Mannschaften
in der Bundesliga vertreten war. Das neue Turnier war ein voller Erfolg.
Bereits ein Jahr später trugen wir das Turnier an zwei Tagen, nämlich am 25. und
26. April aus. Der Wettergott ließ uns wieder nicht im Stich, es war wirklich
warm. Erstmalig konnten wir auch Gäste aus Westdeutschland begrüßen, und
zwar die Sportfreunde aus Gliesmarode und von der Turnerschaft Hannover.
Wegen geänderter Nutzungsrechte der Sportanlagen im Bezirk, mussten wir im
dritten Jahr unseren Sportplatz am Nordufer aufgeben und zogen zur heutigen
Sportstätte Schillerpark/Ungarnstr., wo wir zunächst getrennt auf dem Sportplatz
und im öffentlichen Park spielten. Von nun an wurde als neuer Termin Mitte
April gewählt, bei dem es bis heute geblieben ist. Es kamen bereits 80 Meldungen
und wir wurden das größte Turnier in Berlin.
Im vierten Jahr knackten wir die magische Grenze von 100 Mannschaften und
waren nun auf jede helfende Hand angewiesen. Hier erwiesen sich unsere Helfer
im Kuchenzelt um Gabi, Gitti, Margarethe und Evi als unverzichtbar, wohlgemerkt,
keine von ihnen spielte jemals Faustball. Auch unsere Schulhausmeister
Gerhard Frenzel und Michael Just unterstützten uns ganz unbürokratisch, wenn es
um Übernachtung oder Frühstück ging. Bis heute sind sie dabei und ich kann
sagen, ohne sie hätten wir es nicht stemmen können, vielen Dank für eure Hilfe.
25. Wedding Cup 9 16.-18. April 2010
Berliner Turnerschaft Korporation, Turn- und Sportverein e.V. Faustballabteilung
Um an unserem Termin Mitte April festhalten zu können, musste der 5. Wedding-
Cup am Osterwochenende stattfinden. Einige von uns waren sehr skeptisch,
konkurrierten wir doch mit dem Traditionsturnier der TiB. Aber dieser Umstand
sollte mit dem 9. November 1989 unwichtig werden, denn nun konnten erstmalig
Faustballmannschaften aus Ostdeutschland und Ost-Berlin teilnehmen und beide
Turniere mit vielen „neuen“ Mannschaften und Sportsfreunden bereichern.
Wie hat sich das Turnier entwickelt?
Für mich persönlich wurde der 8.Wedding-Cup zum Höhepunkt, denn meine Frau
und ich erwarteten jeden Moment unser erstes Kind. Wie viele Runden wir um
den Schillerpark liefen, weiß ich nicht mehr, aber eines ist sicher, so viel bin ich
in meinem ganzen Leben nicht mehr gelaufen. Wie es sich für einen Faustballer
gehört, wartete mein Sohn noch ein paar Tage bis alles vorbei war, und kam dann
putzmunter Ende April auf die Welt.
Nachdem wir schließlich nur noch im Park spielten, hatten wir 1996 beim
11. Wedding-Cup mit 145 Mannschaften ein Rekordmeldeergebnis, das einige
Jahre halten sollte. In den folgenden Jahren konnten wir jeweils um 100-120
Meldungen bei immer mehr Spielklassen registrieren (genaueres findest du auf
Seite 30). Obwohl sich die Turnier-Vorbereitung immer mehr einspielte, standen
wir jedes Jahr vor immer neuen Herausforderungen, die wir aber dank der
engagierten Helfer stets irgendwie meistern konnten. Seit 1998 prägt Peter nach
seinem Umzug nach Berlin die Geschicke des Turniers maßgeblich mit.
Auch internationale Gäste aus Dänemark und der Schweiz gehörten schon zu
unseren Gästen. Der FC Binningen besuchte uns regelmäßig seit 2002.
Über die Jahre haben wir versucht, immer wieder Veränderungen vorzunehmen.
Insbesondere bei den Abendveranstaltungen hatten wir manches Mal gar kein
Angebot, dafür in anderen Jahren legendäre Feten.
Seit 2007 starten wir bereits am Freitagabend unter Flutlicht und bei sehr milder
Witterung mit unserem Mix-Turnier und kehrten somit wieder auf den Sportplatz
zurück. Im letzten Jahr erreichten wir mit 165 Mannschaften wieder einen neuen
Melderekord, den ihr heute im Jubiläumsjahr – zum 25. Wedding-Cup – mit 176
Mannschaften erneut übertroffen habt. Dafür, liebe Faustballfreunde, vielen Dank.
Das hat sich damals vor 25 Jahren niemand erträumen können.
Welche Mannschaften waren unsere langjährigen Gäste?
Mein besonderer Dank geht an den TuS Neukölln, der wirklich an jedem der 25
Turniere dabei war. Natürlich geht unser Dank auch an den SCE Gliesmarode,
einen Verein der ersten Stunde. Seit vielen Jahren entwickelte sich zum TV
Uelzen eine ganz besondere Beziehung, wirklich jedes Jahr trifft man sich im
25. Wedding Cup 10 16.-18. April 2010
Berliner Turnerschaft Korporation, Turn- und Sportverein e.V. Faustballabteilung
Frühjahr in Berlin und im Sommer in Uelzen. Dafür euch, Heide und Rolf, vielen
Dank. Auch unsere Sportfreunde vom TuS Empelde um „Wolle“ sind regelmäßig
dabei. Leider sind unsere Sportfreunde vom ZSG Lübeck heute nicht
dabei. Lange Jahre sind sie regelmäßig zu uns gekommen und haben unser
Turnier, besonders in den Neunzigern, mit bis zu zehn Mannschaften und zehn
Turniersiegen maßgeblich bereichert.
Der TSV Schülp wurde erst hart bekämpft, denn unsere Freundschaft begann bei
unseren Spielen in der Bundesliga. Schon bald merkten wir jedoch, dass, wenn
man schon Jemandem den Sieg gönnte, dann den Mannen um Heiko. Später
kämpften unsere Jugendmannschaften gegeneinander und heute trifft man sich
beim Wedding-Cup oder der Torf-Trophy in Schülp.
Einen der weitesten Anreisewege haben die Sportfreunde vom TV Voerde, die
nun seit 2006 den Weg nach Berlin finden. Natürlich habe ich euch, lieber Dirk,
vom TSV Schwieberdingen nicht vergessen. Was ihr auf euch nehmt, um dabei
sein zu können, ist einfach toll. Auch ihr habt eine wirklich lange Fahrt vor euch.
Dirk spielte früher in unserer Jugend, so lange kann Faustballfreundschaft halten.
Vereine wie Motor Hennigsdorf, VfL Grün Gold Güstrow, VfL Kellinghusen,
SG Bademeusel und DE Bardowick kommen seit vielen Jahren zu uns und
bereichern vor allem die Jugend-Klassen. Es hat mich besonders gefreut, dass die
Sportsfreunde vom Möllner SV, die schon seit den neunziger Jahren zu uns
kommen, im letzten Jahr endlich den ersten Turniersieg erringen konnten.
Die Faustballfreunde vom TuS Essenrode, der TU Dresden und seit einigen
Jahren auch vom Langebrücker BSV sind inzwischen feste Größen in Berlin.
Mein Dank geht außerdem an den Abschnitt 33, eine Gruppe, die so nur auf
unserem Turnier spielt, eben eine Freizeittruppe. Schön, dass ihr jetzt immer
dabei seid. Nicht vergessen wollen wir natürlich unsere Berliner Vereine,
besonders die Teams von Stern Kaulsdorf, DJK-Berlin-Süd, TiB und VfK
Berlin, die in all den Jahren immer zahlreich und in diversen Klassen
teilgenommen haben. Den letzten verbliebenen Berlinern dafür meinen Dank.
Einen besonderen Platz jedoch nimmt die Faustballfreundschaft zum MTV
Lauterberg ein. In diesem Jahr werden es 37 Jahre sein. In den Siebzigern und
Achtzigern kamen sie im April/Mai nach Berlin und spielten auf unseren
Einladungsturnieren, mal im Feld, mal in der Halle. In den letzten Jahrzehnten
kommen Sie regelmäßig zum Wedding-Cup und wenn auch nicht mehr alles so
einfach ist wie früher, nehmen Sie den Weg auf sich, um dabei zu sein. Wolfgang,
dir und deinen Mannen vielen Dank für 37 Jahre!
Norbert Nest, Abteilungsleiter..
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http://www.bt-faustball.de/

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