Doch wäre das beinahe schief gegangen! Erst in letzter Sekunde konnten die Schülperinnen gegen den Güstrower SC das Ruder noch einmal rumreißen und das Spiel für sich gewinnen. Gegen den VfK Berlin gewann der TSV auch nach anfänglichen Startschwierigkeiten mit 3:1. Somit ein erfolgreicher Start in die Hallensaison.

Nun war es soweit, der erste Spieltag der zweiten Bundesliga mit vier Mannschaften startete beim TSV Wiemersdorf in Bad Bramstedt und wieder einmal musste man feststellen, dass spaßige Vorbereitungsturniere nicht viel mit dem harten Bundesliga-Alltag zu tun haben. Ganz nach Schülper Manier verpatzten die Bundesligisten in beiden Spielen die Anfangssätze, konnte aber dann noch zu alter Form zurückfinden und die Partien jeweils verdient für sich entscheiden.

Schülp ./. Berlin 3:1

Erstmals im Dress des VfK Berlin war die Ex-Schülperin und Neuberlinerin Svenja Bergmann am Hauptschlag wiederzufinden. Evtl. auch deswegen starteten der TSV in der gegenüber ungewohnten Konstellation etwas nervös, gar verkrampft. Schülp agierte nicht wach genug und Bergmann platzierte die Bälle gekonnt und einfach im Feld. Auch im zweiten Satz noch anfängliche Schwierigkeiten, bis beim Ausgleich 6:6 endlich der TSV-Zug ins Rollen kam. Die Bälle von Berlin konnten entschärft werden und auch der Aufbau klappte nun besser. Angreiferin Kim Reimers profitierte nun endlich vom guten Zuspiel und punktete äußerst trickreich. Ein gutes ausgeglichenes Spiel entwickelte sich, mit der jedoch immer besseren Endphase für den TSV Schülp.

Schülp ./. Güstrow 3:2

Ein Spiel Pause tat den Schülperinnen anscheinend überhaupt nicht gut. Der erste Satz endet kurzerhand aufgrund des schlechten Abwehrverhaltens der Schleswig-Holsteinerinnen. Auch im zweiten Satz war irgendwie noch der Wurm drin. Eine gut aufgelegte Angreiferin Diana Freiknecht setzte die TSV-Abwehr immer wieder gekonnt und variabel unter Druck. Doch in Satz 3 beim Stand von 8:8 schaffte der TSV mit drei Punkten in Folge abermals die Wende. Güstrow wirkte mehr und mehr unkonzentrierter und Schülp nutzte dies gnadenlos insbesondere in Satz 4 mit einem 11:2 aus.

In Satz 5 musste also die Entscheidung her. Güstrow mobilisierte noch einmal alle Kräfte. Aber gerade in Schlussphase hatte Schülp den längeren Atem und konnte mit 4 direkten Punkten in Folge den Satz zu machen und das Spiel gewinnen.

Ich bin doch etwas stolz auf meine Mädels. Haben sie wirklich zu keinem Zeitpunkt ans Aufgeben gedacht und gerade im letzten Spiel nochmal alles gegeben, um das Spiel zu gewinnen. Viele andere Mannschaften wären schon vorher eingebrochen.“ freute sich Training Nadine Kowalczyk über den geglückten Start.

Bericht Nadine Kowalczyk

Bilder von Rouven Schönwandt: https://flic.kr/s/aHsm7JCt5R

Frauen 2. BL: Auftakt geglückt