Es war ein turbulentes und entwicklungsreiches Jahr für unsere B-Jugendlichen.

Die Feldsaison 2017 stand schon unter einem schwierigen Stern, da einige Spielerinnen auf Grund anderer Verpflichtungen nur zum Teil an den regelmäßigen Trainingseinheiten teilnehmen konnten und oft nur mit einem kleinen Kader trainiert werden konnte. Dieser Umstand war den Spieltagen auch deutlich anzumerken. Wir konnten mit den taktgebenden Teams Kellinghusen und Breitenberg auf Grund einer stabilen Grundtechnik jeder einzelnen Spielerin gut mithalten, jedoch merkte man das fehlende Zusammenspiel im Team. Diese Abstimmungsschwierigkeiten zogen sich leider durch alle Spieltage. Wir qualifizierten uns aber sicher für die Deutsche Meisterschaft, die im nahen Hohenlockstedt vom TSV Lola ausgerichtet wurde. Gleich das erste Spiel der Vorrunde hatte es in sich, stand niemand anderer als der Ahlhorner SV auf der gegnerischen Seite. Die Mädchen zeigten mit einer kämpferischen Leistung, wozu sie in der Lage sind und gaben diese Partie nur mit einem Unentschieden her. Der Kampf und Wille zog sich durch den ganzen Tag, so dass man verdient ins Viertelfinale einzog. Da man mit dem TSV Gärtringen punk- und satzgleich war, entschied nur das Ballverhältnis über die Platzierung der Vorrunde und wir mussten uns mit dem 2. Platz am nächsten Morgen einem altbekannten Gegner im Viertelfinale stellen, dem VfL Kellinghusen. Da man in der Saison das Hin- und Rückspiel gegen Kellinghusen gewonnen hatte, konnte man eigentlich mit viel Selbstbewusstsein in das Spiel starten. Doch leider verlief der Sonntagmorgen nicht ganz nach Plan. Der noch feuchte Rasen stellte die Abwehr vor eine rutschige Angelegenheit und auch der Angriff konnte diese Platzbedingungen nicht zu unserem Vorteil ausspielen und den nötigen Druck aufbauen um den Gegner in Schach zu halten, Man zog in diesem Spiel deutlich den Kürzeren und schaffte es auch nicht in den weiteren Platzierungsspielen sich noch nach vorne zu arbeiten. Wir erreichten somit den 12. Platz von 24 Mannschaften und konnten so unserer sehr guten Leistung vom Vortag nicht den gewünschten Abschluss verleihen. Trotzdem sind wir mit der Leistung dieser Saison in Anbetracht der Trainingssituation zufrieden und haben eine ordentliche Meisterschaft gespielt.

Nach einigen Zu- und Abgängen starteten wir nun wieder mit einem jungen und frischen Team in die Hallensaison 2017/2018. Mit lediglich 5 Spielerinnen war man nun teilweise stark eingeschränkt, wenn man die Wechselmöglichkeiten betrachtet. Das war aber zu keiner Zeit ein präsenter Nachteil, konnte sich so doch jede Spielerin auf ihre Position einspielen und alle sich sehr schnell als Team finden. Nach einem schleppenden Start in die Saison beim ersten Spieltag in Wakendorf und einen dafür umso besser laufenden Spieltag in Güstrow, bei dem die Mädels sogar nur zu viert antraten, erreichte man den 4. Platz in der Landesliga und war somit für die Ostdeutsche Meisterschaft in Schwerin gesetzt.

Aber auch hier bekamen wir zu spüren, wie knapp ein Kader von 5 Spielerinnen bemessen ist. Eine Spielerin fiel krankheitsbedingt aus und wir fuhren mit 4 Mädchen zur ODM. Wir starteten mit drei heiß umgekämpften Sätzen zum Sieg gegen den TSV Breitenberg. Dieses Spiel kostete viel Kraft. Wahrscheinlich zuviel, sodass in  den anderen Spielen gegen Güstrow, Schwerin und Wakendorf leider keine Siege mehr eingefahren werden konnten. Die Jugendlichen haben sich in Schwerin jedoch sehr gut verkauft und immer wieder kämpferisch den einen oder anderen sensationellen Ball gespielt. So beendeten wir die Saison mit einem 4. Platz.

Alles in allem kann man sagen, dass sich jede einzelne Spielerin ganz toll entwickelt hat und das Team noch fester zusammen gewachsen ist. Es gab viel zu lachen und ich denke auch, dass wir mit sehr viel Spaß wieder die kommende Feldsaison bestreiten werden.

Bericht Jennifer Wöhlk

Turbulentes Jahr in der U16