Die fleißigen Studenten von Asterix Heften oder die, die bereits ein kleines Latinum in der Tasche haben, wissen es – Die Würfel sind gefallen. Die letzten Tage im Jahr 2013 laufen und Faustballtechnisch steht nur noch der sportlich unbedeutende, aber spaßtechnisch hochangesehene „Glühweincup“ auf dem Programm.

Kein Abstieg, drei Aufstiege, ein gutes Jedermannturnier, eine ODM ausgerichtet, zwei Landesmeistertitel, ein wahnsinnig tolles Trainingslager und einmal vierter bei einer deutschen Jugendmeisterschaft im Jubiläumsjahr. Das kann sich wahrlich sehen lassen.

Vor wenigen Jahren sah das noch anders aus. Die Spielerzahlen schrumpften, die Erfolge blieben aus und gerade die seit Jahren erfolgreiche Jugend schwächelte und schrumpfte auf 2 Mannschaften. Mit fünf Mannschaften im Jugendbereich und vier Erwachsenenteams gehört der TSV endlich wieder zu den Top 5 in Schleswig Holstein und durch den weiter wachsenden Jugendbereich  werden in Kürze auch weitere Erfolge in Aussicht stehen.

20130922_20130921_Deutschlandpokal 2013_0091-242Mit Annika Rennekamp stellte der TSV eine der jüngsten Landesauswahlspielerinnen überhaupt, die in diesem Jahr in Wangersen und in Diepoldsau (Schweiz) den TSV national und international vertreten hat und mit einem vierten Platz bei der D-Jugend deutschen Meisterschaft in Stuttgart Vaihingen konnten Finja, Lea, Annika, Anna, Maira und Celina erstmals wieder ein tolles Ergebnis erzielen. Dazu konnten zu den vorhandene Jugendtrainern Kim  und Rouven wieder Nadine, Sasa reaktiviert, mit Yasmin und Alex weitere Unterstützung und mit Sven „Krümel“ Krüger-Johannsen ein „Coach auf Abruf“ gewonnen werden. Vielen, vielen Dank Euch!!! Ein dickes Dankeschön natürlich auch an die Eltern, die als Fahrer, Betreuer, Seelentröster und „Aufwärmfachkraft“ immer wieder eingesprungen sind!! Während unsere Spieler keine ganz großen „Titel“ einfahren konnten, schafften mit es Yasmin Yasin und Rouven Schönwandt dem Titel „Deutscher Meister“ und „Europapokalsieger“

20131103_BZOL_Bad bramstedt_0129-35.jpgDie Männer im TSV haben in diesem Jahr sicher nicht alles gezeigt und einiges an Luft nach oben. In der Feldsaison gelang der Aufstieg in die SH-Liga und in der laufenden Hallensaison steht der TSV auf dem dritten Platz. Schon ein wenig schade, da mit Heiko Höpken ein wichtiger Spieler aufgrund Schulterproblemen nur bedingt eingreifen kann, der Rest der Mannschaft mit ein wenig zielgerichteter Arbeit  allerdings  auch in der SH-Liga spielen könnte.

20131110_SH-Liga_Kellinghusen_0134-33.jpgDie zweite Frauenmannschaft des TSV scheint das Thema „Fahrstuhlmannschaft“ abgehakt zu haben. Im Feld ein sicherer fünfter Platz und jetzt in der Hallensaison auch punktgleich mit dem zweiten ist die Entwicklung sehr positiv. Nach Anzahl der Spieler tritt die „Zweite“ mit fast 2 Teams an und umso höher sind die Erfolge anzurechnen, die diese nicht eingespielte Truppe erzielen konnte.

Das Thema Fahrstuhlmannschaft ist auch der ersten Mannschaft nicht ganz unbekannt, auch wenn es auf die Mädels um Mannschaftsführerin Nadine Kowalczyk nicht ganz zutrifft. Ich selber durfte in dieser Saison als Trainer erfahren, welchen großen Unterschied es macht als hochüberlegene Mannschaft Deutscher Meister zu werden und auf der anderen Seite knapp den Europacup zu gewinnen.

20130804_20130803_Aufstiegssp_Spiel6_Sch_0030-370Und so waren es die ganz großen Emotionen, die wir im März in Kellinghusen und im August  auf heimischer Anlage erleben durften. So stehen den aktuellen dürftigen Platzierungen in der ersten Liga zwei spektakuläre Aufstiege entgegen, die schöner und knapper nicht hätten sein können. Die Begeisterung werde ich wohl nie vergessen nachdem der TSV mit dem VfL Kellinghusen in der Hallensaison unerwartet deutlich aufgestiegen ist.

Noch krasser war es im Sommer wo nach einem 2:0 Satzrückstand im letzten Spiel ein einziger Wechsel die Wende brachte und der TSV mit einem 3:2 Sieg doch noch den Aufstieg schaffte. Wer die Party am  direkt darauffolgenden Tag noch erinnerte, wird sie wohl inkl. der Dielenparty bei Klaus auch nie wieder vergessen.

Aktuell sieht die Lage der Frauen nicht so rosig aus, so steht man größtenteils selbstverschuldet und teilweise auch unglücklich (unerwarteter Sieg der Kaulsdorfer gegen den „Rekordmeister“ Ahlhorner SV) auf dem vorletzten Tabellenplatz und somit auf einem Abstiegsplatz. Christoph Daum hat einmal gesagt „Niederlagen sind Hinweise“. Jetzt heißt es diese Hinweise zu erkennen und mit einer etwas effektiveren Trainingsgestaltung und mit einem daraus gesteigerten Selbstvertrauen das bestmögliche Herauszuholen. Drücken wir den Mädels die Daumen.

Ich wünsche allen Faustballern, den Fans und den Lesern dieser Seite wunderschöne Weihnachten, lasst Euch nicht stressen und genießt die freien Tage!
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alea iacta est – 2013