Es gibt doch nichts schöneres, als wenn man nach vier Spielen in Angabe und Rückschlag am Montag im Büro sitzt und still und leise vor sich hinjammert und die beruhigende und einfühlsame Reaktion der Mitmenschen „Selber schuld!“ lautet. 😉

Immerhin standen nach dem Sonntag auf der Großenasper Sportanlage nach 4:4 auf dem Konto und trotz dieser ungewöhnlichen Kombination komplett ohne den „etatmäßige“ Angriff Höpken, der sich in Schottland den Whiskey durch die Kehle rinnen ließ, Yannick der es beruflich hat krachen lassen und Le Mans Reimers, der wie wir erfahren haben selbst auf dem Klo das Rennen noch verfolgen konnte.

Also mit mit als Konditionwunderwaffe im Angriff und je nach Grad der Not mit Timo, Haui, Michi und Kenneth in der Abwehr auf verschiedensten Positionen.

Möllner SV:TSV Schülp 22:011:911:8

Gegen Mölln drückte der Schuh noch auf allen Positionen, Michi schwofte gedanklich noch zu Helene Fischer, während alle anderen erfolglos versuchten ein wenig Konzept in die Planlosigkeit zu bekommen. Währenddessen schossen die Möllner freudigst aus allen Rohren und wir verloren völlig zurecht.

GFSV Hamburg:TSV Schülp 20:211:138:11

Das wollten wir natürlich nicht so auf uns sitzen lassen und ein paar Änderungen in der Mannschaft ergeben nun ein stimmigeres Bild. Man soll sich ja nicht selber loben, aber im nachhinein denke ich ein Lottozettel hätte mir für die Zukunft mehr geholfen als die zahlreichen „unmöglichen“ Punkte die mir aus allen Lebenslagen gelangen. Die Hamburger waren auf jeden Fall völlig „überfahren“ und halfen uns dann auch noch mit ein paar Eigenfehlern.

VfL Kellinghusen 3:TSV Schülp 22:113:116:1111:9

Auf tiefen Boden kann man das Spiel wohl auf den Titel „Angabenschlacht“ reduzieren. Um so ärgerlicher, das wir in allen drei Sätzen sehr lange geführt haben uns aber leider in der Schlußphase ein wenig die Puste ausging. Fakt ist wir waren mehr als dran.

TSV Schülp 2:TuS Wakendorf 2 (A)2:011:911:8

Echte Helden werden erst dann geboren, wenn sie auch gefordert werden. Und wie „Phoenix aus der Asche“, fand sich Kenneth auf einmal auf der „VL“ Position wieder. Zwei Punkte fehlten noch zum glamourösen Sieg gegen die Jungs vom TuS Wakendorf, als ein hohes Zuspiel zu einem echten „Trickshot“ verleitete. Voll durchgezogen senkte sich der Ball in einem unmöglichen Winkel direkt hinter Abwehrspieler Kröger ins gegnerische Eck und ein neuer Held war geboren. Bescheiden wie ein echter Held merkte Kenneth an „Vorne macht Spaß“.

Also, guckt man sich die Tabelle an war alles in Ordnung, wenn es auch hätte gerne 4 Punkte mehr sein dürfen. Leider hatte unsere Gegner etwas dagegen und so haben wir die Saison auf einem guten dritten Platz abgeschlossen.

Auch auf der letzten Rille wäre mehr drin gewesen