TSV Schülp 1 kämpft – Vier Punkte nach Krimis in Wiemersdorf

Der zweite Spieltag der SH-Liga Frauen führte den TSV Schülp 1 in die Gymnasiumsporthalle nach Wiemersdorf. Dort erlebten die Schülperinnen einen intensiven Tag mit klaren Phasen, aber auch unnötig spannend gemachten Spielen. Am Ende stehen zwei Siege, zwei Niederlagen und damit 4:4 Punkte zu Buche. Besonders die Dreisatzduelle gegen Hamburg und Schwerin sorgten für reichlich Adrenalin – und Stoff für die Trainingsarbeit der nächsten Wochen.


Spiel 1 – TSV Wiemersdorf 2:0 (11:5, 11:3)

Der TSV Schülp 1 startete hochkonzentriert in den Spieltag. Gegen den TSV Wiemersdorf 2 übernahmen die Schülperinnen sofort die Kontrolle, setzten die Gastgeberinnen mit druckvollem Angriffsspiel unter Druck und ließen defensiv kaum etwas zu. Der erste Satz ging souverän mit 11:5 an Schülp. Im zweiten Durchgang legte das Team noch eine Schippe drauf, spielte konsequent seine Chancen aus und machte mit einem klaren 11:3 den ersten Tageserfolg perfekt.


Spiel 2 – ETV Hamburg 1:2 (11:9, 8:11, 8:11)

Gegen Tabellenführer ETV Hamburg zeigte sich zunächst ein stark aufspielender TSV Schülp. Der erste Satz wurde mit viel Einsatz und mutigen Aktionen im Angriff knapp, aber verdient mit 11:9 gewonnen. Danach kippte das Spiel: Auf allen Positionen schlichen sich Unsicherheiten ein, die Abstimmung in Annahme und Zuspiel passte nicht mehr so gut. Hamburg nutzte diese Phase eiskalt, drehte das Tempo hoch und entschied die beiden folgenden Sätze mit 11:8 und 11:8 für sich. Aus Schülper Sicht eine ärgerliche Niederlage, bei der mehr drin gewesen wäre.


Spiel 3 – SG Milds./Bordelum/Nordschl. 2:1 (9:11, 11:2, 11:8)

Das dritte Spiel gegen die SG Mildstedt/Bordelum/Nordschleswig begann zäh. Die Schülperinnen wirkten zunächst noch nicht ganz aus der Hamburg-Partie herausgekommen und gaben den ersten Satz mit 9:11 ab. Im zweiten Durchgang folgte jedoch die passende Antwort: Mit deutlich mehr Konsequenz im Angriff und einer stabilen Abwehr ließ Schülp der SG beim 11:2 keine Chance. Der Entscheidungssatz blieb dann wieder umkämpft, doch der TSV behielt die Nerven und holte sich mit 11:8 den zweiten Tagessieg – ein wichtiges Zeichen für Moral und Kampfgeist.


Spiel 4 – ESV Schwerin 1:2 (6:11, 11:8, 8:11)

Zum Abschluss wartete mit dem ESV Schwerin ein weiterer Topgegner. Der Start gelang gar nicht: Viele Unsicherheiten, Abstimmungsprobleme und zu wenig Druck nach vorne führten zu einem klaren 6:11 aus Schülper Sicht. Nach einer kurzen Pause kam der TSV mit deutlich besserer Stimmung und mehr Sicherheit zurück aufs Feld. Der Lohn: ein stark herausgespieltes 11:8 im zweiten Satz. Im Entscheidungssatz entwickelte sich ein enges Duell, in dem Schwerin am Ende die etwas besseren Antworten fand und mit 11:8 knapp die Oberhand behielt. Trotz starker Phase in der Mitte des Spiels blieb der Lohn aus.


Fazit

Unterm Strich nimmt der TSV Schülp 1 vier wichtige Punkte mit aus Wiemersdorf. Die Mannschaft zeigte, dass sie mit den Topteams mithalten kann, machte es sich aber gerade gegen Hamburg und Schwerin selbst schwer. Positiv bleibt vor allem die Reaktion nach Rückschlägen und die starke Teamleistung in den gewonnenen Sätzen.

Oder wie Abwehrspielerin Rieke Kleen es nach dem Spieltag zusammenfasste:

„Warum einfach, wenn man es auch schwer haben kann.“


Aufstellung TSV Schülp 1

  • Angriff: Anja Balz, Lea-Sophie Himmelhahn, Jenny Wöhlk
  • Abwehr: Rieke Kleen, Kristin Schlensok
  • Zuspiel: Cara Seidel

Spielübersicht TSV Schülp 1 (2. Spieltag SH-Liga)

SpielGegnerErgebnisSätze
1TSV Wiemersdorf 22:011:5, 11:3
2ETV Hamburg1:211:9, 8:11, 8:11
3SG Milds./Bordelum/Nordschl.2:19:11, 11:2, 11:8
4ESV Schwerin1:26:11, 11:8, 8:11

(„–“ = Satz nicht gespielt, hier nicht erforderlich, da alle Sätze angezeigt werden.)


Aktuelle Tabelle SH-Liga Frauen (Halle 25/26)

PlatzMannschaftSp.SätzePunkte
1.ETV Hamburg816:316:0
2.ESV Schwerin815:514:2
3.TSV Schülp 2810:810:6
4.TSV Schülp811:98:8
5.MTV Tellingstedt46:36:2
6.TSV Wiemersdorf 284:142:14
7.SG Milds./Bordelum/Nordschl.43:80:8
8.Heinkenborsteler SV41:80:8
9.MTV Meggerdorf40:80:8

Bericht Cara Seidel / Rouven Schönwandt

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