Endlich gelang der Befreiungsschlag in der Bundesliga. Mit einer Niederlage und drei aufeinanderfolgenden Siegen an dem Doppel-Spieltag belohnte sich das Team um Mannschaftskapitänin Svenja Bergmann endlich mit dem gewünschten Erfolg.

Am Samstag ging es ins niedersächsische Schneverdingen. Dort traf man neben dem Tabellenführer auf den abstiegsgefährdeten SV Düdenbüttel, gegen den die Schülperinnen im Hinspiel noch den Kürzeren zogen. Allrounderin Nora Auffarth war wieder genesen, so dass Interimscoach Nadine Kowalczyk personell aus dem Vollen schöpfen konnte.

Schneverdingen ./. Schülp 3:1  (11:6 – 8:11 – 11:7 – 11:6)

Die Schülperinnen begannen ohne Hauptangreiferin Bergmann, um diese noch für die nachfolgenden Spiele zu schonen. Von Beginn an zeigte der Gegner druckvoll, wer der Hausherr ist. Schülp ließ sich jedoch nicht beeindrucken und hielt geduldig gegen. Schneverdingen unterliefen im Angriff immer mehr Eigenfehler und machte die Schülperinnen dadurch stärker. So ging Satz eins noch klar an den Gastgeber, Satz zwei – dann auch wieder mit Hilfe von Bergmann – an den TSV. Auch im dritten Satz führten die Schülperinnen zeitweise sogar noch, bis der TV Jahn dann ihre zweite Angreiferin Nökel einwechselte, welche die entscheidende Ruhe und Erfahrung dem Gegner zurückbrachte. Schülp hielt zwar Anschluss, konnte aber gegen eine mit 5 Nationalspielerinnen gespickte Mannschaft nicht standhalten und verlor trotz hervorragender Leistung.

Düdenbüttel ./. Schülp 1:3 (3:11 – 11:7 – 11:3 – 11:7)

Das Selbstvertrauen sollte nun mit ins zweite Spiel genommen werden. Doch leider erst spät konnte die gute Leistung wieder abgerufen werden. Den ersten Satz verpennten die TSV-Damen nach guter alter Manier. Kurz wachgerüttelt, gab wieder einmal eine stark aufspielende Svenja Bergmann den Ton an. Satz zwei bis vier gingen ohne jegliche Gefahr an den TSV.

 

Am Sonntagvormittag ging es für die Schülper Damen dann mit dem Heimspieltag weiter. Jennifer Wöhlk konnte aufgrund einer leichten Knieverletzung ihren Einsatz nur bedingt anzeigen, ansonsten standen alle Spielerinnen wieder motiviert den Spielen entgegen. An der Linie war nebst Kowalczyk diesmal auch wieder Tritt dabei.

Schülp ./. Kellinghusen 3:2 (11:6 – 6:11 – 12:14 – 11:7 – 11:9)

Kellinghusen konnte am Vortag mit zwei Siegen ebenso gute Leistung zeigen und protze vor Anpfiff quasi vor Selbstvertrauen. Doch die Schülperinnen zeigten sich an diesem Tage nochmals motivierter und sicherer in ihrer Spielweise, wobei der Gegner durch viele Eigenfehler den Schülperinnen immer wieder den Vortritt gewähren ließ. Einen echten Schlagabtausch gab es zwischen den beiden Angreiferinnen Bergmann und Bruhn, welche die Abwehr bei noch etwas nassem Boden immer wieder vor harte Aufgaben stellten. Satz drei ging noch knapp an den Landesrivalen, Satz vier wiederum deutlich an die Gastgeber. Der letzte Satz gestaltete sich bis zum 9:9 noch spannend. Aber ein gutes Gespann zwischen Himmelhan im Zuspiel und Bergmann im Angriff machten die letzten beiden Punkte für den TSV sicher und somit revanchierte sich das Team für die knappe Niederlage im Hinspiel.

Schülp ./. Brettorf 3:1 (11:8 – 6:11 – 11:3 – 11:7)27160658714_86ad2051d4_k (2)

Dass das junge Team um Mannschaftsführerin Karen Kläner noch punktelos am Tabellenende liegt, war für manch einen Zuschauer völlig unverständlich. Das aufopferungsvoll kämpfende Team hatte sich schon im Spiel zuvor verdient ihre ersten zwei Punkte ergattert und legte auch jetzt gegen den TSV einen rasanten Start hin. Doch auch in diesem Spiel machte sich die gute Abwehrleistung von Zuspielerin Himmelhan schnell bezahlt. Im Zusammenspiel mit einer ebenso stark spielenden Bergmann, ließ der TSV-Sturm nichts anbrennen. Zwar ging Satz 2 nochmal an den TV Brettorf, stand in Satz drei und vier nun auch die Schülper Abwehr bombenfest, so dass der Sieg auch hier verdient an den TSV ging.

Zwar liegt der TSV Schülp seit Saisonbeginn weiterhin auf Platz 6, darf man das Wort „Abstiegskampf“ nun langsam, aber sicher aus dem Wortschatz streichen. Das Team liegt im Mittelfeld und kann mit dem gewonnen Selbstvertrauen mit voller Vorfreude auf die letzten beiden Spieltage schauen.

Am kommenden Sonntag geht es dann ins niedersächsische Hammah, die derzeit punktelos am Tabellenende liegen. Weiterer Gegner wird der Ahlhorner SV sein, welche zwar weiterhin voll auf DM-Kurs sind, sich gegen den MTSV Selsingen am Wochenende jedoch einen kleinen Patzer leisteten.

Bericht: Nadine Kowalczyk

Tabelle

Platz Mannschaft Spiele Sätze Punkte
1. TV Jahn Schneverdingen 12 35:8 22:2
2. Ahlhorner SV 12 33:10 20:4
3. SV Moslesfehn 12 28:14 18:6
4. VfL Kellinghusen 12 25:20 14:10
5. MTSV Selsingen 12 23:21 14:10
6. TSV Schülp 12 20:29 10:14
7. TV Brettorf (N) 10 9:29 2:18
8. SV Düdenbüttel (N) 10 8:28 2:18
9. MTV Hammah 10 8:30 0:20

 

6 Punkte für die Bundesliga-Damen!