Aus der Not eine neue Idee – und vielleicht sogar eine neue Tradition: Weil das für 2026 geplante Jedermann-Turnier im Faustball aufgrund der Platzverhältnisse nicht stattfinden konnte, stellte der TSV Schülp kurzerhand etwas Neues auf die Beine. Am Samstag, 8. August, feierte das erste Wikinger-Schach-Turnier auf dem Schülper Sportplatz seine Premiere. Mit 16 Mannschaften, fünf Spielfeldern, bestem Sommerwetter und jeder Menge guter Laune wurde der Nachmittag zu einem vollen Erfolg.
16 Teams und fünf Felder: Kubb statt Faustball
Dass die neue Idee gut ankam, zeigte sich bereits bei den Meldungen. Gleich 16 Mannschaften wollten bei der Premiere dabei sein und stellten sich der Herausforderung im Wikinger-Schach – oder kurz: Kubb.
Für den TSV bedeutete das zunächst einiges an Vorbereitung. Auf dem Sportplatz wurden fünf Spielfelder hergerichtet, auf denen die Teams anschließend um die Holzklötze und schließlich den König kämpften.

Und wer dachte, beim Kubb gehe es ausschließlich gemütlich zu, wurde schnell eines Besseren belehrt. Mit zunehmender Turnierdauer entwickelte sich auf den Feldern durchaus sportlicher Ehrgeiz. Präzision, Taktik und ein ruhiges Händchen waren gefragt – wobei bei allem Siegeswillen vor allem der Spaß im Vordergrund stand.

Spannende Spiele bei bestem Sommerwetter
Auch die Rahmenbedingungen passten zur Premiere. Bei strahlendem Sonnenschein entwickelte sich rund um die fünf Felder eine entspannte Turnieratmosphäre. Spielerinnen und Spieler sowie Zuschauer machten es sich direkt am Spielfeldrand gemütlich und verfolgten die Partien.
Viele spannende Duelle, reichlich Gesprächsstoff zwischen den Spielen und natürlich auch das eine oder andere Kaltgetränk sorgten dafür, dass der Nachmittag wie im Flug verging.
Dabei zeigte sich einmal mehr: Für spannende Wettkämpfe braucht es nicht unbedingt Faustballleine und Ball – ein paar Holzklötze, Wurfhölzer und ein König in der Mitte können ebenfalls für reichlich Nervenkitzel sorgen.
Königskiller gegen Rotkäppchen im Finale
Nach zahlreichen Partien standen schließlich die beiden Teams fest, die den ersten Schülper Kubb-Titel unter sich ausmachen sollten: Die Königskiller trafen im Finale auf die Rotkäppchen.
Passend zum gelungenen Turniertag entwickelte sich noch einmal eine spannende Entscheidung. Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer versammelten sich am Spielfeldrand und verfolgten, wer sich zum ersten Sieger des neuen Turniers krönen würde.
Am Ende hatten die Königskiller die Nase vorn und setzten sich gegen die Rotkäppchen durch. Damit sicherten sie sich den Premierentitel beim Wikinger-Schach-Turnier des TSV Schülp.
Einer konnte dabei noch einmal besonders auf sich aufmerksam machen: JC bewies mit gekonnten Würfen sein Talent am Holz. Als dann auch noch ein Kunstwurf gelang, war für einen der besonderen Momente des Finales gesorgt.
Aus einer Alternative wird vielleicht eine Tradition
Was ursprünglich als Ersatz für das ausgefallene Jedermann-Turnier entstand, entwickelte im Laufe des Nachmittags seinen ganz eigenen Charme. 16 Teams bei der ersten Auflage und viele positive Rückmeldungen sprechen jedenfalls dafür, dass die Idee bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern angekommen ist.
Ob das Wikinger-Schach-Turnier damit tatsächlich der Startschuss für eine neue Schülper Tradition war, wird sich zeigen. Nach dieser gelungenen Premiere dürfte gegen eine Neuauflage aber nur wenig sprechen.
Vielleicht heißt es also auch 2027 wieder auf dem Sportplatz in Schülp: Wurfhölzer in die Hand, Klötze ins Visier – und bloß nicht zu früh den König treffen!
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Autor/Redaktion: Rouven Schönwandt








